Kämpferischer „Münte

Veröffentlicht am 20.07.2009 in Bundespolitik

Auftakt des Schrozberger Jacobifestes

Balsam auf zuweilen doch sehr wunde SPD-Seelen streute Franz Müntefering beim politischen Auftakt des Schrozberger Jacobifestes.

Ein Bericht der Hohenloher Zeitung

Schrozberg. Wenn es so weitergeht, dann wird der Sauerländer zum Hohenloher: Nur vier Tage nach seiner Laudatio auf Hermann Bachmaier in Hall machte der SPD-Bundesvor-sitzende erneut im Kreis Station.
Den freundlichen Vorschuss¬lorbeeren des SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Frank Weiß und des Schrozberger Bürgermeisters Klemens Izsak sowie der SPD-Bundestagskandidatin Annette Sawade, wonach es sich bei dem Sohn eines Fabrikarbeiters um einen geradlini¬gen, rhetorisch beschlagenen und glaubhaften Mann handle, wurde der Repräsentant von rund 520 000 Parteimitgliedern gerecht. Denn in seiner gut 45-minütigen Rede zeigte Müntefering leidenschaftlich auf, mit welcher Renaissance von sozialdemokratischen Werten in Sachen Arbeit, Wirtschaft und Bildung seine Partei die Bundestagswahl im September zu gewinnen gedenkt.

Bei jenen IG-Metallern aber, die vor dem Festzelt mit Plakaten und Transparenten unter anderem gegen die Rente mit 67 protestierten, hat Müntefering schon lange verloren. Das Publikum im Festzelt dagegen feierte den Spitzenmann der SPD mit donnerndem Applaus, als er etwa seine schon legendären „Heuschrecken" wieder ausschwärmen ließ (..Solche Leute kann man nicht frei herumlaufen lassen - die sind eine Schande für die Menschheit") und Exzess-Gehälter anprangerte („Es gibt keinen Bankchef, der so gut sein kann, dass er glatt 500-mal so viel verdient wie eine Krankenschwester").

Franz Müntefering hatte auch keine Scheu, eine in Wahlkampfzeiten gänzlich untypische Ankündigung zu machen: „Wir werden denen, die 10 000 Euro und mehr pro Monat verdienen, zwei Prozent wegnehmen - und dieses Geld in die Köpfe und die Herzen der jungen Menschen investieren."

 
 

Evelyne Gebhardt MdEP

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