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SPD erinnert an Otto Wels Rede gegen das Ermächtigungsgesetz

Heute vor 90 Jahren stimmte der Reichstag der Weimarer Republik über das Ermächtigungsgesetz ab. Damit schaltete das NS-Regime das Parlament und die Demokratie aus. Lediglich die anwesenden 94 SPD-Abgeordneten stimmten gegen das Ermächtigungsgesetz. Otto Wels begründete damals den Widerstand der Sozialdemokratie mit den Worten: „Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht.“ Unmittelbar danach wandte er sich an Hitler und seine Parteianhänger mit den Worten: „Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten.“

„Die Rückblende auf den Beginn der NS-Diktatur vor 90 Jahren lehrt uns eindringlich, dass die Demokratie jederzeit aufmerksame und mutig handelnde Fürstreiter braucht“, so der frühere SPD-Ortsvereinsvorsitzende Friedrich Laukenmann aus Ilshofen. Laukenmann ist 1933 geboren.

Der SPD-Kreisvorsitzende Kevin Leiser erklärt: „Heute sind lediglich 1,4 Prozent der Bürgerinnen und Bürger Mitglied einer Partei. Es sollten wesentlich mehr Bürgerinnen und Bürger einer staatstragenden Partei beitreten. Politik und Demokratie mögen mühsam sein. Sie sind aber jede Mühe wert.“

„Wir brauchen wesentlich mehr Frauen in der Politik. Im kommenden Jahr stehen die Kommunalwahlen an. Eine Kandidatur für den Gemeinderat oder Kreistag ist eine hervorragende Möglichkeit, sich für unser Gemeinwesen einzusetzen“, ergänzt die Stellvertretende Kreisvorsitzende Stephanie Paul.